14.04.2018 - Woche für das Leben - Klares Nein zum sogenannten Bluttest

Pressemitteilung

14.04.2018

Woche für das Leben
Klares Nein zum sogenannten Bluttest

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), die Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. (CBP) und der Deutsche Caritasverband (DCV) kritisieren anlässlich der diesjährigen Woche für das Leben die geplante Ausweitung der kassenärztlichen Leistungen in der Schwangerschaftsvorsorge auf den sogenannten Bluttest.

Berlin/Dortmund, 14.04.2018. Die Schwangerschaftsvorsorge hat sich rasant weiter entwickelt. Immer mehr Risiken für Mutter und Kind können frühzeitig entdeckt und vermieden werden. Diese grundsätzlich gute Entwicklung zeigt gleichzeitig auch negative Auswirkungen. So führt die Möglichkeit, geschädigte Chromosomen zu identifizieren, heute bereits in vielen Fällen dazu, dass bei einem Hinweis auf ein Down-Syndrom-Risiko des Kindes die Schwangerschaft abgebrochen wird.

Der Wunsch von Eltern nach einem gesunden Kind ist verständlich. Dieser Wunsch kann jedoch nicht der alleinige Bewertungsmaßstab der Entscheidung für oder gegen die Fortführung einer Schwangerschaft sein. In kritischen Situationen gilt es, betroffene Frauen und Männer zu begleiten, zu beraten und über das Leben mit einem Kind mit Down-Syndrom zu informieren. Eine lebensbejahende Gesellschaft zeigt sich gerade im Umgang mit den individuellen Fähigkeiten, Unzulänglichkeiten und Einschränkungen ihrer Mitglieder.

Die Aufnahme des Bluttests in die kassenärztlichen Leistungen ist jedoch als Hinweis darauf zu verstehen, dass Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft zunehmend nicht mehr erwünscht sind. Die Erfahrungen der katholischen Schwangerschaftsberatung zeigen deutlich, dass der Druck auf Eltern wächst, nach Möglichkeit Erkrankungen oder Auffälligkeiten des ungeborenen Kindes frühzeitig aufzudecken und gegebenenfalls dafür zu sorgen, dass dieses Kind nicht geboren wird.

„Wenn sich der Wert eines Menschen danach bemisst, ob er nach gängigen Vorstellungen gesund ist, dann führt dies dazu, Menschen in lebenswert und nicht lebenswert einzuteilen. Diese Entwicklung gilt es zu verhindern“, betont Caritas-Präsident Peter Neher. Denn sonst wächst die Gefahr, dass das, was für den ungeborenen Menschen gilt, auch schnell zum Maßstab für jeden Menschen werden kann.

„Wir wollen in einer Welt leben, in der der Grundkonsens weiter besteht, dass jedes Leben mit der gleichen Würde ausgestattet ist“, macht Anke Klaus, Bundesvorsitzende des SkF, deutlich. „Behinderung droht als Lebensäußerung unter Generalverdacht gestellt zu werden. Das gilt es zu verhindern“, so Johannes Magin, CBP Vorsitzender.

CBP, DCV und SkF setzen sich entschieden für das Recht jedes Menschen auf Leben ein, unabhängig von seinen Fähigkeiten oder Einschränkungen. Die Verbände lehnen die Ausweitung der kassenärztlichen Regeluntersuchung auf den sogenannten Bluttest ab.

Mit Fragen rund um das Thema Schwangerschaft und Pränataldiagnostik beschäftigt sich in diesem Jahr die von evangelischer und katholischer Kirche gemeinsam getragene Woche für das Leben unter der Überschrift „Kinderwunsch - Wunschkind – Unser Kind". Zahlreiche Schwangerschaftsberatungsstellen in Trägerschaft von Caritas und Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) sowie Einrichtungen des CBP bieten in der Woche für das Leben Veranstaltungen an.

Mit der von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland gemeinsam getragenen Aktion Woche für das Leben leisten die Kirchen seit mehr als 20 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für den Wert und die Würde des menschlichen Lebens. Nähere Informationen und Materialien zur diesjährigen Aktionswoche vom 14.4.-21.4.2018 erhalten Sie unter: www.woche-fuer-das-leben.de

14.03.2018 - Neue Bundesregierung muss Frauenrechte stärken

Pressemitteilung

14.03.2018

Neue Bundesregierung muss Frauenrechte stärken

Dortmund, 14.03.2018. „Gleichstellung von Frauen und Männern ist eine Frage der Gerechtigkeit. Sie ist Voraussetzung und Motor für nachhaltige Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft, national und international“, so steht es im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und der SPD, der Grundlage der Regierungsarbeit ist. Gestern wurde Angela Merkel als Bundeskanzlerin wiedergewählt und die Mitglieder der Bundesregierung vereidigt. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) gratuliert Angela Merkel zu ihrer Wiederwahl und fordert sie auf, gemeinsam mit der Bundesregierung weiter für die Gleichstellung der Geschlechter einzutreten.

Obwohl mit Angela Merkel seit fast 13 Jahren eine Frau Deutschland regiert, ist die Gleichstellung von Frauen und Männern immer noch nicht verwirklicht. Noch immer erhalten Frauen für die gleiche Arbeit weniger Lohn als Männer. Dies und die Tatsache, dass Frauen oft in schlechtbezahlten sozialen Berufen arbeiten und für Sorge- und Pflegearbeit ihre Berufstätigkeit häufiger als Männer unterbrechen, sorgt dafür, dass Frauen für ihre Alterssicherung weniger ansparen können und im Alter häufiger als Männer von Armut bedroht sind.

Die herrschenden strukturellen Bedingungen in Deutschland erschweren Frauen, ihre beruflichen Perspektiven zu realisieren. Frauen und Männer sehen oft nicht die Möglichkeit, die Zeit für den Beruf so aufzuteilen, wie es ihren Vorstellungen eines partnerschaftlichen Miteinanders in der Familie entspricht. Daher fordert die Bundesvorsitzende des SkF, Dr. Anke Klaus: „Die Erwerbs- und Sorgearbeit muss weiter neu gestaltet werden, um Frauen und Männern gleiche Chancen zur Verwirklichung ihrer Lebensvorstellungen zu bieten.“

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund

Tel. 0231 557026-25
Fax 0231 557026-60
E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

07.03.2018 - Bessere Löhne in Pflege- und Sozialberufen

Pressemitteilung

07.03.2018

Bessere Löhne in Pflege- und Sozialberufen

Dortmund, 07.03.2018. Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März fordert der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) die neue Bundesregierung auf, ernsthaft für eine bessere Bezahlung in den Pflege- und Sozialberufen einzutreten.

In der Alten- und Krankenpflege sowie in den Sozial- und Erziehungsberufen arbeiten überproportional viele Frauen. Sie übernehmen mit hoher Qualifikation, großem Engagement und viel persönlichem Einsatz Aufgaben, die für einzelne Menschen und unsere gesamte Gesellschaft unerlässlich sind. Leider gelten diese Berufe als nicht besonders wertgeschätzt, auch weil sie nicht angemessen vergütet werden. CDU/CSU und SPD haben im Koalitionsvertrag eine bessere Bezahlung dieser Berufsgruppen vereinbart.

Der SkF fordert die neu entstehende Bundesregierung auf, dieses Vorhaben zügig umzusetzen. Die bessere Bezahlung der wichtigen Pflege- und Sozialberufe ist ein entscheidender Schritt zu mehr Anerkennung und zur Steigerung der Attraktivität der Berufe. Zudem ist diese Maßnahme unerlässlich zur Schließung der Lohnlücke zwischen Frauen und Männern, zwischen technischen Berufen und sozialer Arbeit. „Frauen und Männer, die unsere Kranken pflegen, unsere Alten auf dem letzten Lebensweg begleiten, unsere Kinder betreuen und beim Start ins Leben unterstützen dürfen nicht mit schlechten Löhnen, die zu eigenständigem Lebensunterhalt oder einer auskömmlichen Rente oft nicht reichen, bestraft werden“, untermauerte SkF Bundesvorsitzende Dr. Anke Klaus ihre Forderung.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
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15.12.2017 - Udo Lindenberg und das Bonifatiuswerk spenden 24.000 Euro an das Wohnhaus Johanna

Panikrocker Udo Lindenberg und das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken spenden 24.000 Euro an das Frauenwohnhaus „Johanna“ in Hamburg. Das Wohnhaus ist ein Ort, an dem Frauen Zuflucht finden, die psychisch und physisch Gewalt erfahren haben. Die Spendensumme ist der Erlös aus der Kunstausstellung "Udos 10 Gebote", die das Bonifatiuswerk während des Paderborner Liborifestes im Juli 2017 in der Gaukirche in Paderborn gezeigt hatte.

Das Bonifatiuswerk als Organisator der eintrittsfreien Ausstellung hatte die Besucher, gemeinsam mit Udo Lindenberg, um eine Spende für das Wohnhaus "Johanna" gebeten. An nur neun Tagen kamen 47.000 Besucher in die Ausstellung. Zudem wurden limitierte Sonderdrucke zweier Ausstellungsbilder, Bildbände und eine limitierte Sonderbriefmarke in einer Auflage von 3.000 Briefmarken angeboten.

Udo Lindenberg und Monsignore Austen bedanken sich bei den Spendern

"Ich freue mich gigantisch, dass die Ausstellung in Paderborn so toll gelaufen ist und dass so viele Besucher eine Spende gegeben haben. Danke an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir großartige 24.000 Euro zusammenbekommen haben", sagte Udo Lindenberg.

Die Ausstellung Udo's 10 Gebote in der Gaukirche 2017. Foto: Patrick Kleibold"Im Wohnhaus Johanna erfahren Frauen gelebte christliche Nächstenliebe. Nach schwierigen Ereignissen, Brüchen oder psychischen Erkrankungen können sie nur durch Solidarität und kompetente Begleitung, Perspektiven für neue Schritte in ihrem Leben finden. Wir danken allen Unterstützern für ihre Großherzigkeit und wünschen den Frauen Ermutigung aus der Botschaft des Weihnachtsfestes, die sie auch im neuen Jahr stärken kann", sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen.

Das Wohnhaus "Johanna" in Hamburg wird vom Sozialdienst katholischer Frauen in Hamburg betrieben. (pk)

Originalmeldung hier.

Fotos von Patrick Kleibold

JOHANNA - Wohngruppenbereich erhält Spende

We can do it!– die Spendenintiative von Catherine Nail Collection GmbH spendet 2000 € für JOHANNA –Wohngruppenbereich für ein neues Sofa für eine der neuen Wohngruppen.

Die Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen freuen sich sehr über das Weihnachtsgeschenk.

 

Stellenausschreibung für die Sozialberatung

Die Beratungsstelle für Frauen, Familien und Schwangere des SkF e.V. Hamburg-Altona hält Angebote im Bereich Schwangerschaftsberatung gemäß § 2 SchKG und Frühe Hilfen vor. Schwangere Frauen und Familien mit Kindern von 0-3 Jahren, unabhängig von Nationalität und Religion, werden zu allen Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt beraten und unterstützt.

Wir suchen für die Sozialberatung zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine SozialpädagogIn/SozialarbeiterIn für 20 Wochenstunden.

Die ausgeschriebene Stelle ist befristet bis zum 31.12.2018. Die Sozialberatung ist eine Erweiterung der Schwangerschaftsberatung und eng verzahnt mit den bestehenden Angeboten der Beratungsstelle für Frauen, Familien und Schwangere und des SkF e.V. Hamburg-Altona. Vorbehaltlich einer weiteren Förderung planen wir eine Fortführung der Stelle.

Ihre Aufgaben:

  • Aufklärung über bestehende Rechtsansprüche in Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt

  • Beratung zu arbeitsrechtlichen Fragen in der Schwangerschaft und Elternzeit (Mutterschutz, Beschäftigungsverbot, Auszubildende und Studierende)

  • Beratung über finanzielle Hilfen für Familien (Mutterschaftsgeld, Elterngeld, Kindergeld, Wohngeld, auch Arbeitslosengeld I und II, Sozialhilfe)

  • Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen und beim Verstehen von Bescheiden

  • Netzwerkarbeit mit anderen Einrichtungen

  • enge Zusammenarbeit mit den Kolleginnen der Schwangerschaftsberatung

  • Allgemeine Verwaltungstätigkeiten/Korrespondenz sowie Dokumentation/Statistik

Ihr Profil:

  • Methodische Beratungskompetenz

  • Eigenverantwortliches strukturiertes Arbeiten

  • Hohe soziale Kompetenz, Flexibilität und Kontaktfähigkeit

  • Umfassende Fachkenntnisse aller für das Arbeitsgebiet relevanten Rechtsnormen (§ 2 SchKG, SGB II/XII, AsylBlG, Kinderschutz)

  • Vertraut mit den Hamburger Behördenstrukturen

  • Gute MS-Office-Kenntnisse

  • Fachhochschul- bzw. Bachelorabschluss über die Staatliche Anerkennung als SozialarbeiterIn oder SozialpädagogIn oder vergleichbarer Abschluss

Wir suchen eine Kollegin (mit Berufserfahrung) für eine abwechslungsreiche Tätigkeit und gern mit Migrationshintergrund und Mehrsprachigkeit.

Wir bieten Einbindung in ein erfahrenes Team sowie regelmäßige Fortbildung und Supervision. Vergütung erfolgt nach AVR des Caritasverbandes mit kirchlicher Zusatzversorgung.

Ihre aussagefähige Bewerbung senden Sie bitte an den SkF e.V. Hamburg-Altona, z.Hd. Frau Maihofer, gern per Email an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. oder Schomburgstraße 120, 22767 Hamburg

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23.11.2017 - Von Gewalt betroffene Frauen brauchen ein sicheres Zuhause

Pressemitteilung

23.11.2017

Von Gewalt betroffene Frauen brauchen ein sicheres Zuhause

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) weist anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen auf die massiven Auswirkungen des Wohnungsmangels für Gewaltopfer hin und fordert, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen sowie einen Rechtsanspruch zum Schutz vor Gewalt endlich einzuführen.

Dortmund, 23.11.2017. Jährlich suchen 15.000 bis 17.000 Frauen, oft mit ihren Kindern, Zuflucht im Frauenhaus. Sie verlassen ihre Wohnung und die von häuslicher Gewalt geprägte Situation, um neue Perspektiven für ein gewaltfreies Leben zu entwickeln. Seit Jahren fehlen Plätze in Frauenhäusern, so dass immer wieder Frauen nicht aufgenommen werden können. Zunehmend ist es für Frauen, die Zuflucht gefunden haben, schwierig, anschließend eine geeignete Wohnung zu finden. Kleinwohnungen oder Wohnungen, die für Kinder geeignet sind, fehlen oder sind für die Frauen nicht bezahlbar. Ein sicheres, neues Zuhause ist aber die notwendige Grundvoraussetzung für ein Leben ohne Gewalt. Dieser Umstand verschärft den Platzmangel im Frauenhaus. Noch mehr Frauen müssen abgewiesen werden, wenn andere das Frauenhaus nicht verlassen können, weil sie keine Bleibe haben. Immer wieder suchen Frauen dann eine Wohnmöglichkeit bei Freunden und Bekannten, was oft in neue Abhängigkeiten oder sogar in die Wohnungslosigkeit führt. Es ist nicht hinnehmbar, dass Frauen, die sich nach langem Ringen aus der Gewaltbeziehung gelöst haben, Gefahr laufen, anschließend wohnungslos zu werden.

Der SkF fordert Bund, Länder und Kommunen auf, für den Ausbau von gefördertem und bezahlbarem Wohnraum Sorge zu tragen. Zudem bekräftigt der Frauenwohlfahrtsverband seine seit Jahren gestellte Forderung, endlich einen Rechtsanspruch zum Schutz vor Gewalt für jede Frau einzuführen und flächendeckend leicht zugängliche Schutzunterkünfte in ausreichender Zahl zu gewährleisten.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
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Fax 0231 557026-60
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17.10.2017 - Armut in Deutschland ist oft weiblich

Pressemitteilung

17.10.2017

Armut in Deutschland ist oft weiblich
Neue Broschüre nennt Gründe und fordert politische Lösungen

Dortmund, 17.10.2017 - Frauenarmut hat viele Gesichter. Die neue Broschüre „Armutsrisiko Geschlecht – Armutslagen von Frauen in Deutschland“ der Nationalen Armutskonferenz (nak) zeigt, wie sehr Armut die verschiedenen Lebenslagen von Frauen beeinflusst, sie behindert, ihr Recht auf körperliche und finanzielle Selbstbestimmung beschneidet und teilweise in ihrer Würde verletzt. Die Autorinnen der Broschüre, darunter Brunhilde Ludwig vom Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SkF), beschreiben verschiedene Armutslagen von Frauen in Deutschland und erheben Forderungen an Politik und Gesellschaft, um Frauenrechte zu stärken und das Armutsrisiko von Frauen allen Alters zu verringern.

Die Armutsrisikoquote von Frauen ist höher als die von Männern und nimmt im Alter zu. Oft liegt Armut von Frauen darin begründet, dass sie Kinder erziehen oder Angehörige pflegen, in Teilzeit oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten. Frauen werden arm, weil sie weniger verdienen als Männer, vor allem in den schlecht bezahlten Dienstleistungsberufen, die auch daraus resultierenden geringen Rentenansprüchen führen in die Altersarmut. Besonders betroffen sind Alleinerziehende mit einer Armutsrisikoquote von 43,8 Prozent; 90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen.

Arm und ausgegrenzt sind insbesondere wohnungslose Frauen, deren Zahl ständig zunimmt. Die Anzahl ist schwer zu erheben, weil Frauen statt auf der Straße zu leben, eher versuchen in neuen Zweckbeziehungen Unterschlupf zu finden, was oft neue Probleme für die Frauen mit sich bringt.

„Armut von Frauen in Deutschland nicht länger hinnehmen!“ diesem gemeinsamen Aufruf der Nationalen Armutskonferenz (nak) und der Landeskonferenzen zum diesjährigen Internationalen Tag zur Bekämpfung von Armut am 17.10.2017 schließt sich der SkF als Mitgliedsverband vehement an. Zur wirksamen Bekämpfung von Frauenarmut fordert der SkF u. a. höhere Gehälter in frauendominierten Berufen, prekäre Beschäftigungen, z. B. Minijobs, abschaffen, Hartz IV-Regelsätze erhöhen, um ein menschenwürdiges Existenzminimum zu erreichen.

Die 48-seitige Broschüre ist als pdf erhältlich unter http://www.skf- zentrale.de/85818.html

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
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31.8.2017 - Raus aus dem Schatten: Wohnungsnot muss Thema im Kanzleramt werden

Kath. Bundesarbeitsgemeinschaft für Wohnungslosenhilfe stellt 10 Gebote gegen Wohnungslosigkeit vor - Pressekonferenz am 7.9.2017 mit Livestream

Berlin, 31.8.2017 - Die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (KAG W) fordert einen grundlegenden Wandel in der Politik gegen Wohnungsnot. Die KAG W hat 10 Gebote gegen Wohnungslosigkeit formuliert, um alle Politiker aufzufordern, endlich entschlossen zu handeln. Am 7.9.2017 um 11:00 Uhr stellen Ulrike Kostka (Berlin), Vorsitzende der KAG W, Andrea Hniopek (Hamburg) und Thomas Rutschmann (Freiburg) die 10 Gebote vor. Auch Betroffene kommen zu Wort. Die Pressekonferenz findet im Hofeingang der Caritas-Ambulanz für Wohnungslose am Bahnhof Zoo, Jebensstraße 3, 10623 Berlin statt. Die Veranstaltung wird live im Internet übertragen (www.caritas-berlin.de).

Die Wohnungsnot in Deutschland wird zu einem immer drängenderen Problem. Betroffen sind nicht nur Obdachlose und Wohnungslose, deren Zahl seit Jahren stetig steigt. Die Wohnungsnot ist in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Laut einer Prognos-Studie fehlen in Deutschland derzeit rund eine Million Wohnungen, allein in Berlin sind schätzungsweise mehr als 20.000 Menschen wohnungslos. Der Mangel an Wohnraum beschränkt sich aber nicht mehr nur auf die deutschen Großstädte, sondern zunehmend auch auf ländliche Regionen. „Dieselgipfel sind sicherlich wichtig. Aber hier geht es um die elementaren Grundbedürfnisse der Menschen. Die Politik gegen Wohnungslosigkeit gehört ins Kanzleramt“, erklärt Ulrike Kostka. „Bund, Länder und Kommunen müssen das Problem gemeinsam anpacken. Schließlich geht es um grundlegende Fragen der Menschenwürde. Um Lösungen aufzuzeigen, haben wir die 10 Gebote gegen Wohnungslosigkeit formuliert“, sagt Kostka, Vorsitzende der Kath. Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (KAG W) und Direktorin des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin. Neben Kostka werden Andrea Hniopek, Leiterin der Abteilung Existenzsicherung des Caritasverbandes Hamburg und Thomas Rutschmann, Referatsleiter Wohnungslosenhilfe der AGJ -Fachverband für Prävention und Rehabilitation, Freiburg, über ihre Erfahrungen aus anderen Städten und aus ländlichen Regionen berichten. „Wenn jetzt nicht entschlossen gehandelt wird, wird die Wohnungsnot den sozialen Frieden gefährden. Deshalb holen wir das Thema heraus aus dem Schatten und übertragen unsere Pressekonferenz per Livestream im Internet und in den sozialen Medien. Wir wollen das Thema so in den Mittelpunkt der Wahrnehmung rücken“, sagt Kostka.

Die KAG W setzt sich ein, die Verarmung und soziale Ausgrenzung wohnungsloser Menschen zu verhindern und ihre Integration in die Gesellschaft zu verwirklichen. Mehr als 400 katholische Einrichtungen und Dienste unterstützen in Deutschland obdachlose, wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen.

Weitere Informationen: www.kagw.de

Die 10 Gebote gegen Wohnungslosigkeit (PDF)

Presseanfragen:
Thomas Gleißner Tel: 030 666 33 1502 - 0171 287 47 63 –
E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (KAG W):
Stefan Kunz, Karlstr. 40, 79104 Freiburg