29.06.2017 - Frauen wählen eine solidarische Gesellschaft

Pressemitteilung

29.06.2017

Frauen wählen eine solidarische Gesellschaft SkF ruft dazu auf, sich engagiert für sozialen Frieden einzusetzen

Dortmund, 29.06.2017. Zum Abschluss der Delegiertenversammlung startete der SkF am Freitag eine Aktion zur Bundestagswahl 2017. Der Frauenwohlfahrtsverband wird bundesweit seine Forderungen in den Wahlkampf einbringen. Vor Ort in den 143 SkF Ortsvereinen und in Berlin wird das Gespräch mit Politiker_innen geführt, um die Positionen des SkF zu verdeutlichen. „Da die aktuelle politische Debatte geprägt ist von unheilvollen Auseinandersetzungen in entscheidenden Grundfragen unseres Zusammenlebens“, so SkF Bundesvorsitzende Dr. Anke Klaus, „rufen wir alle, besonders Frauen, dazu auf, sich engagiert für eine demokratische Gesellschaft einzusetzen, in der Solidarität und Respekt vor der Würde jedes einzelnen Menschen gewahrt bleiben.“

Weil Frauen trotz zunehmender Erwerbsarbeit weiterhin den Großteil der Pflege-, Sorge- und Hausarbeit übernehmen, fordert der SkF, die Erwerbs- und Sorgearbeit neu zu gestalten, damit Frauen und Männer in gleichem Maße ihre Lebensvorstellungen verwirklichen können. Schlechtere Bezahlung in den sogenannten „Frauenberufen“ sowie häufigere Erwerbsunterbrechungen und Teilzeitbeschäftigungen führen u. a. zu geringeren Renten für Frauen. Der SkF drängt darauf, Erwerbstätigkeit familienbewusst zu gestalten. Ferner muss Vollzeiterwerbstätigkeit zu existenzsichernden und rentenfesten Einkommen führen und die sogenannten Minijobs sollen zu sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen umgebaut werden. Der Frauenverband will auch erreichen, dass politische Rahmenbedingungen für eine bessere Bezahlung in den Erziehungs-, Sozial- und Pflege- berufen geschaffen werden und eine konsequente Tariftreue erwirkt wird.

Damit Familie und Beruf besser vereinbart werden können, will der SkF den Ausbau einer qualifizierten, wohnortnahen und flexiblen Kindertagesbetreuung vorantreiben und setzt sich für die Entwicklung einer Lebens-/Familienarbeitszeit ein. Alleinerziehende Frauen mit Kindern haben ein besonders hohes Armutsrisiko. Um dies zu mindern und die soziale Gerechtigkeit herzustellen, plädiert der SkF dafür die Regelsätze im SGB II, besonders für Kinder, bedarfsgerecht auszubauen, so dass sie dem tatsächlichen existenzsichernden Bedarf einschließlich des von der Verfassung geforderten Mindestmaßes an Teilhabe entsprechen. Aus Sicht des SkF ist die Überwindung von Gewalt gegen Frauen von zentraler Bedeutung für die gesundheitliche und sozio-ökonomische Situation von Frauen sowie für die gesellschaftliche Entwicklung insgesamt. Deshalb fordert der Verband, dass von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder endlich einen gesetzlichen Anspruch auf Schutz und Hilfe erhalten und dieser auch umgesetzt wird. Zudem sollen Strukturen, die Gewalt verharmlosen, ermöglichen oder befördern verändert werden.

Alle Positionen und Forderungen des SkF finden sich im Internet unter www.skf-zentrale.de/wirfrauenwaehlen.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund

Tel. 0231 557026-25
Fax 0231 557026-60
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13.04.2017 - Der SkF fordert Maßnahmen gegen Frauenarmut

Pressemitteilung

13.04.2017

Der SkF fordert Maßnahmen gegen Frauenarmut

Anlässlich des 5. Armuts- und Reichtumsberichtes der Bundesregierung weist der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) darauf hin, dass politische Maßnahmen das Armutsrisiko von Frauen und Kindern verringern könnten. Dortmund, 13.04.2017. Das Bundeskabinett hat am 12.04.2017 den Fünften Armuts- und Reichtumsbericht (5. ARB) „Lebenslagen in Deutschland“ beschlossen. Der Bericht analysiert Lebenslagen in Deutschland wie die Erwerbstätigkeit, die Einkommens- und Bildungssituation, die Gesundheit und das Wohnen für Menschen unterschiedlicher Lebensphasen. Der 5. ARB richtet den Blick besonders auf die gesamtwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhänge von Armut, Reichtum und Ungleichheit. Nach Einschätzung der Bundesregierung sind die massive Lohnspreizung und eine Ausweitung des Niedriglohnsektors besonders auffallend. Seit Mitte der 90iger Jahre ist der Anteil der Beschäftigten mit Niedriglöhnen kontinuierlich gestiegen.

In Bereichen, in denen vorwiegend Frauen arbeiten, in der Reinigungsbranche, in Friseur- und Kosmetiksalons und im Einzelhandel sind 80 % und mehr der Arbeitnehmer_innen von Niedriglöhnen betroffen. Mehr als zwei Drittel der geringfügig Beschäftigten sind Frauen. Der SkF hält die geringfügigen Beschäftigungen für ein großes Problem. Darin liegt aus Sicht des Frauenwohlfahrtsverbandes ein Armutsrisiko für Frauen. Der 5. ARB unterstellt, dass das geringe individuelle Erwerbseinkommen von Frauen über das Partnereinkommen kompensiert würde. Die Daten des 5. ARB belegen jedoch, dass dies oftmals nicht der Realität entspricht.

Kinder von Alleinerziehenden sind besonders betroffen. Ihre Armutsrisikoquote liegt bei 40,7 %. Neun von zehn Alleinerziehenden sind Frauen. Ihre Erwerbsmöglichkeiten sind weiterhin eingeschränkt, weil Kinderbetreuungsmöglichkeiten unzureichend sind. Zudem erhalten sie oft nicht den vollen Kindesunterhalt vom Vater. Auch der staatlich gewährte Unterhaltsvorschuss gleicht dies nicht komplett aus. Seit langem fordert der SkF, den Unterhaltsvorschuss weiter auszubauen und die Kinderbetreuung besonders für Alleinerziehende zu verbessern.

Angesichts der aktuellen Ergebnisse des 5. ARB fordert der SkF, das Lohnniveau in den sogenannten typischen Frauenberufen anzuheben und alle Beschäftigungsverhältnisse renten- und sozialversicherungspflichtig zu gestalten. „Frauen geraten oft in Beschäftigungsverhältnisse, die ihnen keine wirtschaftliche Basis ermöglichen. Die Politik ist gefordert, hier konsequent tätig werden“, betont Dr. Anke Klaus, SkF Bundesvorsitzende.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund

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08.03.2017 - Frauenwahlrecht war ein guter Anfang

Pressemitteilung

08.03.2017

Frauenwahlrecht war ein guter Anfang

SkF für mehr Gleichstellung von Frauen und Männer

Dortmund, 08.03.2017. Anlässlich des heutigen Internationalen Frauentages kritisiert der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), dass die Gleichstellung von Frauen und Männern noch nicht verwirklicht ist. Der SkF ermutigt Frauen, sich selbstbewusst politisch für eine Verbesserung einzusetzen. Aus Sicht des Frauenwohlfahrtsverbandes können gerechtere Lohnbewertungen in den sogenannten Frauenberufen, bessere Betreuungsangebote für Kinder und die Abschaffung von Minijobs dazu beitragen, die aktuell 22%ige Lohnlücke zu reduzieren. Hier gilt es, sich zusammen zu schließen und gemeinsam mit Verbänden und Parteien für die Gleichstellung einzutreten. „Gleichstellung ist ein deutliches Merkmal von Demokratie, Freiheit und Menschenwürde“, so SkF Bundesgeschäftsführerin Renate Jachmann-Willmer, „auch für ihr Wahlrecht mussten Frauen lange kämpfen. Es ist erst knapp 100 Jahre her, dass Frauen in Deutschland wählen dürfen und gewählt werden können.“ Eine der ersten Frauen, die 1919 in die Nationalversammlung einzog, war die Zentrumspolitikerin und Gründerin des SkF, Agnes Neuhaus. Damals waren unter den insgesamt 423 Abgeordneten 37 Frauen. Agnes Neuhaus engagierte sich bei ihrer Wahl in die Nationalversammlung schon seit über zwei Jahrzehnten stark in der Fürsorge und gründete 1899 den Verein vom guten Hirten, aus dem der SkF entstand.

Das Frauenwahlrecht, das für uns heute so selbstverständlich ist, musste sich gegen viele Vorurteile von Männern und auch von Frauen durchsetzen. Frauen wurde etwa verminderte Intelligenz und eine „natürliche" Bestimmung für den privaten, häuslichen Bereich zugeschrieben. Aus ihrem Engagement für die Gefährdetenhilfe und die Jugendfürsorge heraus erkannte Agnes Neuhaus: „Ebenso gut wie in der Familie gehören Mann und Frau in die Politik – nein, dass ist kein Vergleich, das ist aus der Not und aus dem Leben geborene Wirklichkeit“.

Heute setzt sich der SkF mit seinen bundesweit 143 Ortsvereinen dafür ein, dass in Not geratende Frauen und Kinder bestmöglich unterstützt werden und die Gleichstellung von Frauen und Männer in der Gesellschaft Realität wird.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
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26.01.2017 - Erfolgreiches Ringen um Unterhaltsvorschuss

Pressemitteilung

26.01.2017

Erfolgreiches Ringen um Unterhaltsvorschuss

SkF begrüßt die Einigung der Koalition und die Abstimmung zwischen Bund und Ländern zur Verbesserung des Unterhaltsvorschusses für Alleinerziehende und ihre Kinder

Dortmund/Würzburg, 26.01.2017. Bund und Länder haben sich am Montag auf die lange überfällige Reform des Unterhaltsvorschusses geeinigt. Der Bundesvorstand des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) erklärt, es zeige die Stärke unserer Demokratie, dass Politikerinnen und Politiker über Parteigrenzen hinweg und mit den Stimmen aus der Praxis das Ziel der Verbesserungen für Alleinerziehende weiter verfolgt haben.

Der Unterhaltsvorschuss ist eine notwendige Maßnahme, wirtschaftliche Notlagen von Alleinerziehenden und ihren Kindern abzumildern. Bislang erhalten Kinder von Alleinerziehenden nur maximal bis zum 12. Lebensjahr und begrenzt auf insgesamt sechs Jahre einen staatlichen Unterhaltsvorschuss, wenn der andere Elternteil seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt. Seit Langem haben der SkF und andere Frauenverbände notwendige Verbesserungen gefordert. Die Ausweitung der Dauer des Bezugsanspruches bis zum 18. Lebensjahr des Kindes wird die Bedingungen des Aufwachsens in Alleinerziehendenfamilien verbessern. Trotz der Freude über die Einigung, drängt der SkF darauf, zukünftig auch die Leistungen aus dem SGB II und das Kindergeld nicht voll anzurechnen.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
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23.11.2016 - Platzmangel in Frauenhäusern: Zufluchtsorte für gewaltbetroffene Frauen besser ausstatten

Pressemitteilung

23.11.2016

Platzmangel in Frauenhäusern: Zufluchtsorte für gewaltbetroffene Frauen besser ausstatten
SkF fordert verbindlichen Rechtsanspruch auf Schutz vor Gewalt

Dortmund, 23.11.2016. Zum internationalen Tag der Beseitigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November weist der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) darauf hin, dass immer wieder von Gewalt bedrohte Frauen nicht in Frauenhäusern aufgenommen werden können, weil die Plätze nicht ausreichen oder die Finanzierung nicht gesichert ist. Das ist aus Sicht des Frauenwohlfahrtsverbandes ein Skandal, der beseitigt werden muss. Der SkF setzt sich dafür ein, dass gewaltbetroffene Frauen in Frauenhäusern und Fachberatungsstellen verlässlich geschützt und bedarfsgerecht beraten werden.

Gewalt gegen Frauen findet täglich in Partnerschaften statt. Die schwerwiegenden gesundheitlichen und sozialen Folgen von Gewalt betreffen nicht nur die Frauen, sondern ebenso deren Kinder. Letzter Ausweg ist häufig das Frauenhaus. Hier finden Frauen mit ihren Kindern Schutz, wenn sie ihr Zuhause verlassen müssen. Dort erhalten sie Unterstützung bei der Entwicklung von Perspektiven, um weiteren Gefährdungen zu entgehen.

Seit langem ist jedoch der Zugang zum Hilfesystem nicht für alle gewaltbetroffenen Frauen und deren Kinder gesichert. Häufig ist es schwierig, einen freien Platz in einem Frauenhaus zu bekommen. Allein im Jahr 2015 konnten in den katholischen Frauenhäusern bundesweit über 6.200 Frauen zum Zeitpunkt ihrer Anfrage nicht aufgenommen werden. In etwa der Hälfte der Fälle waren die Frauenhäuser überbelegt. Aber es gab auch etliche Fälle, bei denen keine Kostenübernahme der Sozialleistungsträger vorlag. Um diese Missstände zu beseitigen, fordert der SkF einen bundesgesetzlichen Rechtsanspruch, um gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder endlich besser zu schützen.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
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Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

19.10.2016 - Endlich richtige Entscheidung für Kinder von Alleinerziehenden getroffen

Pressemitteilung

19.10.2016

Endlich richtige Entscheidung für Kinder von Alleinerziehenden getroffen
Konferenz von Bund und Ländern verbessert den Unterhalt für Alleinerziehendenfamilien

Dortmund, 19.10.2016. Seit vielen Jahren haben die katholischen Verbände in der Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerziehender (AGIA) mit anderen Partnern für die Reform des Unterhaltsvorschusses gekämpft. Daher begrüßen die Verbände den lange überfälligen Beschluss der Bund-Länder- Konferenz, die Dauer des Bezuges von Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende zu erweitern. Bislang erhalten Kinder von Alleinerziehenden nur maximal bis zum 12. Lebensjahr einen staatlichen Unterhaltsvorschuss, wenn der andere Elternteil seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt.

Die jüngste Entscheidung, diese Altersgrenze ab dem 1. Januar 2017 von 12 auf 18 Jahre anzuheben und die Bezugsdauergrenze von sechs Jahren aufzuheben sowie die dazu erforderlichen Finanzmittel bereit zu stellen, ist ein wichtiger Schritt, um die wirtschaftlichen Bedingungen für das Aufwachsen in Alleinerziehendenfamilien deutlich zu verbessern. Zu rund 90 Prozent sind es Frauen, die ihre Kinder alleine erziehen. Etwa 38 Prozent von ihnen beziehen Leistungen nach dem SGB II.

Reformbedarf besteht allerdings weiterhin bei der Höhe des Unterhaltsvorschusses und bei der Anrechnung des Kindergeldes. Die AGIA fordert daher, das Kindergeld nicht länger vollständig, sondern wie beim Unterhalt, nur hälftig auf den Unterhaltsvorschuss anzurechnen. Alle Erhebungen zeigen, dass das Armutsrisiko von Kindern und Alleinerziehenden trotz einer hohen Erwerbsquote besonders hoch ist. Bessere Regelungen beim Unterhaltsvorschuss sind ein sinnvolles und wirksames Mittel, um Armut von Kindern in Alleinerziehendenfamilien zu verringern.

Trägerverbände der Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerziehende (AGIA): Katholischer Deutscher Frauenbund (KDFB), Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), Katholische Arbeitnehmer- Bewegung (KAB) und die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Einrichtungen der Familienbildung (BAG)

Ansprechpartnerin für inhaltliche Rückfragen:
Geschäftsstelle der AGIA
c/o SkF Gesamtverein e. V.
Gisela Pingen-Rainer
Tel. 0231 557026-34
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Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

10.10.2016 - Alleinerziehende nicht alleine lassen

Pressemitteilung

10.10.2016

Alleinerziehende nicht alleine lassen

Seit 30 Jahren setzt sich die Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerziehende (AGIA) für die Belange und Interessen von Alleinerziehenden mit ihren Kindern ein. Viel wurde schon erreicht, aber die katholischen Verbände, die sich in der AGIA zusammengeschlossen haben, kämpfen weiter dafür, die sozialen und finanziellen Lebensbedingungen von Alleinerziehenden kontinuierlich zu verbessern.

Dortmund, 10.10.2016. Um die Lebensbedingungen von Alleinerziehenden zu verbessern, hat sich vor 30 Jahren die Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerzie- hende (AGIA) gegründet. Vertreterinnen und Vertreter von katholischen Verbänden schlossen sich am 7. Oktober 1986 in der AGIA zusammen, um Kompetenzen und Kräfte zu bündeln und sich effizienter für Alleinerziehende einzusetzen.

Im Vorfeld des Gründungsjubiläums hat die AGIA Ende September einen Kongress zum Thema „Lebensform Alleinerziehend – aktuelle Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen“ veranstaltet. In ihrem Vortrag betonte Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe von der Universität Gießen: „Um die Situation Alleinerziehender zu verbessern, bedarf es keines weiteren Erkenntnisgewinns. Stattdessen müssen wir endlich adäquate Bedingungen schaffen, um die Herausforderungen dieser Lebensform zu lösen.“ Dazu braucht es laut einer Studie der Fachhochschule Dortmund vor allem gebündelte Zuständigkeiten statt eines zergliederten Systems beispielsweise in Jobcentern und Kommunen. „Und Kinderbetreuungsmöglichkeiten in den Randzeiten müssen ausgeweitet werden“, so Meier- Gräwe weiter.

Die AGIA ruft dazu auf, die dazu notwendigen Schritte schnellstens einzuleiten. Denn heute ist etwa jede fünfte Familie in Deutschland alleinerziehend. Kinder überwiegend alleine zu erziehen und ihnen ein Zuhause zu geben, ist eine herausfordernde Aufgabe. Dies erfordert überdurchschnittlich viel Einsatz, Kraft und Mut sowie gesellschaftliche Unterstützung. Meier-Gräwe: „Familienarmut ist immer auch Kinderarmut. Mehr als die Hälfte der Kinder, die in Hartz-IV-Bezügen leben, sind Kinder von Alleinerziehenden.“

Daher sollen mit niedrigschwelligen Beratungsangeboten für Alleinerziehende oder Paare in Trennung, aber auch mit Einflussnahme auf politische Entscheidungen die Chancen und Möglichkeiten von Alleinerziehenden gefördert werden. Trotz guten Bildungsniveaus und starker Erwerbsbeteiligung hat sich die Einkommenssituation von Alleinerziehenden in den letzten zehn Jahren weiter verschlechtert. Dagegen hat sich das Armutsrisiko von Paarfamilien verringert.

Kontaktdaten

Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd)
Prinz-Georg-Straße 44
40477 Düsseldorf
Telefon 0211 44992-0
Telefax 0211 44992-75
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www.kfd.de

Katholischer Deutscher Frauenbund (KDFB)
Kaesenstraße 18 50677 Köln
Telefon 0221 860 920
Telefax 0221 860 92 79
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www.frauenbund.de

Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB)
Bernhard-Letterhaus-Straße 26
50670 Köln
Telefon 0221 7722-0
Telefax 0221 7722-116
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www.kab.de

Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Einrichtungen der Familienbildung (BAG)
Prinz-Georg-Straße 44
40477 Düsseldorf
Telefon 0211 44992-0
Telefax 0211 44992-75
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www.familienbildung-deutschland.de

21.09.2016 Vortrag: "Ein Mann ist keine Altersvorsorge"

„Ein Mann ist keine Altersvorsorge“
Warum finanzielle Unabhängigkeit für Frauen so wichtig ist

Vortrag von Helma Sick, Buchautorin, BRIGITTE-Kolumnistin und Inhaberin von frau & geld Helma Sick, Finanzdienstleistungen für Frauen

Viele Frauen stehen heute finanziell auf eigenen Füßen. Aber es gibt immer noch Frauen, die sich auf einen Versorger verlassen und darauf vertrauen, dass die große Liebe schon hält. Die Realität sieht leider anders aus. Nach einer Trennung droht gerade Frauen, die ihren Beruf für die Familie aufgegeben haben, häufig eine schmerzhafte Altersarmut.

Helma Sick räumt in ihrem Vortrag auf mit Illusionen, Vorurteilen und falschen Anreizen. An konkreten Beispielen zeigt sie, was überholte Rollenvorstellungen im Leben von Frauen anrichten - und was die Politik und Frauen selbst dagegen tun können.

Mittwoch, 21. September 2016, 19.00 Uhr

Anmeldung: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Ort: hamburger frauenbibliothek, Grindelallee 43

Eintritt: 5 € / Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Kooperationsveranstaltung des Landesfrauenrates Hamburg e. V., DENKtRÄUME und Kris Hauf - Private Vermögensbetreuung

23.06.2016 Solidarität stiftet Frieden

Pressemitteilung

23.06.2016

Solidarität stiftet Frieden

Die Delegiertenversammlung des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) ruft zum Einsatz für sozialen Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt auf.

Dortmund/Bensberg, 23.06.2016. Mit der Erklärung „Solidarität stiftet Frieden“ setzen sich die 140 Vertreter/-innen der SkF Ortsvereine und Diözesen für die Wahrung des sozialen Friedens und des gesellschaftlichen Zusammenhaltes ein. Der Frauenwohlfahrtsverband drängt darauf, sich der geflohenen Menschen und aller Menschen, die Unterstützung brauchen, engagiert anzunehmen. Rechtspopulisten und Menschen, die Ängste schüren sowie jeglichen Gewalttaten erteilt der SkF eine klare Absage und ruft zur Besonnenheit in politischen Debatten auf.

Für geflüchtete Frauen sieht der SkF besonderen Handlungsbedarf. Sie waren und sind häufig zusätzlichen Gefahren, Übergriffen und Gewalttaten in ihrem Herkunftsland, auf den Fluchtwegen und auch in Deutschland ausgesetzt. In ihrer Erklärung fordern die Delegierten, sichere Unterkünfte für Frauen einzurichten sowie spezifische medizinische und therapeutische Hilfen zu gewährleisten.

Der SkF fordert die Regierung auf, das Recht auf Familiennachzug nicht weiter einzuschränken. Denn es sind zumeist Frauen, die in der Hoffnung auf den Familiennachzug in unsicheren und gefährdeten Situationen im Heimatland verbleiben. Ihnen muss eine sichere Perspektive in Deutschland ermöglicht werden.

„Das Engagement für Menschen, die in Deutschland leben oder neu zu uns kommen und in unterschiedlichen Notlagen unsere Unterstützung brauchen, ist heute gefordert wie lange nicht. Dies setzen ehrenamtlich und beruflich Engagierte in den Diensten und Einrichtungen des SkF um und tragen damit ganz praktisch zu Solidarität und Frieden bei“, betonte heute Frau Dr. Anke Klaus, SkF Bundesvorsitzende.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 37 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 37 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5
44135 Dortmund
Tel. 0231 557026-25
Fax 0231 557026-60
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21.03.2016 Nein heißt Nein – Auch beim Grapschen!

Pressemitteilung

21.03.2016

Nein heißt Nein – Auch beim Grapschen!

Dortmund, 21.03.2016. Der Sozialdienst katholischer Frauen als Träger von Frauenhäusern, Interventions- und Beratungsstellen für Gewaltopfer fordert seit langem eine Reform des Sexualstrafrechts.

Der nun vorliegende Gesetzentwurf schließt Schutzlücken, doch hält der SkF ihn in einigen Bereichen für nicht weitreichend genug. Der Entwurf folgt weiterhin dem Grundgedanken, dass ein Übergriff nur bei Anwendung von Gewalt durch den Täter und bei Gegenwehr des Opfers strafbar ist; ausbleibende Gegenwehr ist lediglich als Ausnahme formuliert. Damit erfüllt er nicht das Grundrecht auf sexuelle Selbstbestimmung und entspricht nicht dem Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Hier sehen wir dringenden Nachbesserungsbedarf.

Darüber hinaus werden im vorliegenden Entwurf Übergriffe „tätlicher, sexueller Belästigung“, wie das sogenannte „Grapschen“, nicht berücksichtigt. Diese Form der sexualisierten Gewaltanwendung sollte aber bereits jetzt in das Gesetz als eigenständiger Straftatbestand Eingang finden.

Der SkF fordert den Bundestag auf, diese notwendigen Ergänzungen in das Gesetz aufzunehmen. Zudem muss eine umfassende Reform verbindlich auf den Weg gebracht werden, um eine konsistente Gesetzgebung zum Schutz der Gewaltopfer zu erzielen.

Der SkF unterstützt mit rund 14.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 37 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 37 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V. Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund, Tel. 0231 557026-25, Fax 0231 557026-60, E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.