26.01.2017 - Erfolgreiches Ringen um Unterhaltsvorschuss

Pressemitteilung

26.01.2017

Erfolgreiches Ringen um Unterhaltsvorschuss

SkF begrüßt die Einigung der Koalition und die Abstimmung zwischen Bund und Ländern zur Verbesserung des Unterhaltsvorschusses für Alleinerziehende und ihre Kinder

Dortmund/Würzburg, 26.01.2017. Bund und Länder haben sich am Montag auf die lange überfällige Reform des Unterhaltsvorschusses geeinigt. Der Bundesvorstand des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) erklärt, es zeige die Stärke unserer Demokratie, dass Politikerinnen und Politiker über Parteigrenzen hinweg und mit den Stimmen aus der Praxis das Ziel der Verbesserungen für Alleinerziehende weiter verfolgt haben.

Der Unterhaltsvorschuss ist eine notwendige Maßnahme, wirtschaftliche Notlagen von Alleinerziehenden und ihren Kindern abzumildern. Bislang erhalten Kinder von Alleinerziehenden nur maximal bis zum 12. Lebensjahr und begrenzt auf insgesamt sechs Jahre einen staatlichen Unterhaltsvorschuss, wenn der andere Elternteil seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt. Seit Langem haben der SkF und andere Frauenverbände notwendige Verbesserungen gefordert. Die Ausweitung der Dauer des Bezugsanspruches bis zum 18. Lebensjahr des Kindes wird die Bedingungen des Aufwachsens in Alleinerziehendenfamilien verbessern. Trotz der Freude über die Einigung, drängt der SkF darauf, zukünftig auch die Leistungen aus dem SGB II und das Kindergeld nicht voll anzurechnen.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5
44135 Dortmund

Tel. 0231 557026-25
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