Stellenausschreibung für die Sozialberatung

Die Beratungsstelle für Frauen, Familien und Schwangere des SkF e.V. Hamburg-Altona hält Angebote im Bereich Schwangerschaftsberatung gemäß § 2 SchKG und Frühe Hilfen vor. Schwangere Frauen und Familien mit Kindern von 0-3 Jahren, unabhängig von Nationalität und Religion, werden zu allen Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt beraten und unterstützt.

Wir suchen für die Sozialberatung zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine SozialpädagogIn/SozialarbeiterIn für 20 Wochenstunden.

Die ausgeschriebene Stelle ist befristet bis zum 31.12.2018. Die Sozialberatung ist eine Erweiterung der Schwangerschaftsberatung und eng verzahnt mit den bestehenden Angeboten der Beratungsstelle für Frauen, Familien und Schwangere und des SkF e.V. Hamburg-Altona. Vorbehaltlich einer weiteren Förderung planen wir eine Fortführung der Stelle.

Ihre Aufgaben:

  • Aufklärung über bestehende Rechtsansprüche in Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt

  • Beratung zu arbeitsrechtlichen Fragen in der Schwangerschaft und Elternzeit (Mutterschutz, Beschäftigungsverbot, Auszubildende und Studierende)

  • Beratung über finanzielle Hilfen für Familien (Mutterschaftsgeld, Elterngeld, Kindergeld, Wohngeld, auch Arbeitslosengeld I und II, Sozialhilfe)

  • Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen und beim Verstehen von Bescheiden

  • Netzwerkarbeit mit anderen Einrichtungen

  • enge Zusammenarbeit mit den Kolleginnen der Schwangerschaftsberatung

  • Allgemeine Verwaltungstätigkeiten/Korrespondenz sowie Dokumentation/Statistik

Ihr Profil:

  • Methodische Beratungskompetenz

  • Eigenverantwortliches strukturiertes Arbeiten

  • Hohe soziale Kompetenz, Flexibilität und Kontaktfähigkeit

  • Umfassende Fachkenntnisse aller für das Arbeitsgebiet relevanten Rechtsnormen (§ 2 SchKG, SGB II/XII, AsylBlG, Kinderschutz)

  • Vertraut mit den Hamburger Behördenstrukturen

  • Gute MS-Office-Kenntnisse

  • Fachhochschul- bzw. Bachelorabschluss über die Staatliche Anerkennung als SozialarbeiterIn oder SozialpädagogIn oder vergleichbarer Abschluss

Wir suchen eine Kollegin (mit Berufserfahrung) für eine abwechslungsreiche Tätigkeit und gern mit Migrationshintergrund und Mehrsprachigkeit.

Wir bieten Einbindung in ein erfahrenes Team sowie regelmäßige Fortbildung und Supervision. Vergütung erfolgt nach AVR des Caritasverbandes mit kirchlicher Zusatzversorgung.

Ihre aussagefähige Bewerbung senden Sie bitte an den SkF e.V. Hamburg-Altona, z.Hd. Frau Maihofer, gern per Email an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. oder Schomburgstraße 120, 22767 Hamburg

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23.11.2017 - Von Gewalt betroffene Frauen brauchen ein sicheres Zuhause

Pressemitteilung

23.11.2017

Von Gewalt betroffene Frauen brauchen ein sicheres Zuhause

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) weist anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen auf die massiven Auswirkungen des Wohnungsmangels für Gewaltopfer hin und fordert, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen sowie einen Rechtsanspruch zum Schutz vor Gewalt endlich einzuführen.

Dortmund, 23.11.2017. Jährlich suchen 15.000 bis 17.000 Frauen, oft mit ihren Kindern, Zuflucht im Frauenhaus. Sie verlassen ihre Wohnung und die von häuslicher Gewalt geprägte Situation, um neue Perspektiven für ein gewaltfreies Leben zu entwickeln. Seit Jahren fehlen Plätze in Frauenhäusern, so dass immer wieder Frauen nicht aufgenommen werden können. Zunehmend ist es für Frauen, die Zuflucht gefunden haben, schwierig, anschließend eine geeignete Wohnung zu finden. Kleinwohnungen oder Wohnungen, die für Kinder geeignet sind, fehlen oder sind für die Frauen nicht bezahlbar. Ein sicheres, neues Zuhause ist aber die notwendige Grundvoraussetzung für ein Leben ohne Gewalt. Dieser Umstand verschärft den Platzmangel im Frauenhaus. Noch mehr Frauen müssen abgewiesen werden, wenn andere das Frauenhaus nicht verlassen können, weil sie keine Bleibe haben. Immer wieder suchen Frauen dann eine Wohnmöglichkeit bei Freunden und Bekannten, was oft in neue Abhängigkeiten oder sogar in die Wohnungslosigkeit führt. Es ist nicht hinnehmbar, dass Frauen, die sich nach langem Ringen aus der Gewaltbeziehung gelöst haben, Gefahr laufen, anschließend wohnungslos zu werden.

Der SkF fordert Bund, Länder und Kommunen auf, für den Ausbau von gefördertem und bezahlbarem Wohnraum Sorge zu tragen. Zudem bekräftigt der Frauenwohlfahrtsverband seine seit Jahren gestellte Forderung, endlich einen Rechtsanspruch zum Schutz vor Gewalt für jede Frau einzuführen und flächendeckend leicht zugängliche Schutzunterkünfte in ausreichender Zahl zu gewährleisten.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund

Tel. 0231 557026-25
Fax 0231 557026-60
E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

17.10.2017 - Armut in Deutschland ist oft weiblich

Pressemitteilung

17.10.2017

Armut in Deutschland ist oft weiblich
Neue Broschüre nennt Gründe und fordert politische Lösungen

Dortmund, 17.10.2017 - Frauenarmut hat viele Gesichter. Die neue Broschüre „Armutsrisiko Geschlecht – Armutslagen von Frauen in Deutschland“ der Nationalen Armutskonferenz (nak) zeigt, wie sehr Armut die verschiedenen Lebenslagen von Frauen beeinflusst, sie behindert, ihr Recht auf körperliche und finanzielle Selbstbestimmung beschneidet und teilweise in ihrer Würde verletzt. Die Autorinnen der Broschüre, darunter Brunhilde Ludwig vom Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SkF), beschreiben verschiedene Armutslagen von Frauen in Deutschland und erheben Forderungen an Politik und Gesellschaft, um Frauenrechte zu stärken und das Armutsrisiko von Frauen allen Alters zu verringern.

Die Armutsrisikoquote von Frauen ist höher als die von Männern und nimmt im Alter zu. Oft liegt Armut von Frauen darin begründet, dass sie Kinder erziehen oder Angehörige pflegen, in Teilzeit oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten. Frauen werden arm, weil sie weniger verdienen als Männer, vor allem in den schlecht bezahlten Dienstleistungsberufen, die auch daraus resultierenden geringen Rentenansprüchen führen in die Altersarmut. Besonders betroffen sind Alleinerziehende mit einer Armutsrisikoquote von 43,8 Prozent; 90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen.

Arm und ausgegrenzt sind insbesondere wohnungslose Frauen, deren Zahl ständig zunimmt. Die Anzahl ist schwer zu erheben, weil Frauen statt auf der Straße zu leben, eher versuchen in neuen Zweckbeziehungen Unterschlupf zu finden, was oft neue Probleme für die Frauen mit sich bringt.

„Armut von Frauen in Deutschland nicht länger hinnehmen!“ diesem gemeinsamen Aufruf der Nationalen Armutskonferenz (nak) und der Landeskonferenzen zum diesjährigen Internationalen Tag zur Bekämpfung von Armut am 17.10.2017 schließt sich der SkF als Mitgliedsverband vehement an. Zur wirksamen Bekämpfung von Frauenarmut fordert der SkF u. a. höhere Gehälter in frauendominierten Berufen, prekäre Beschäftigungen, z. B. Minijobs, abschaffen, Hartz IV-Regelsätze erhöhen, um ein menschenwürdiges Existenzminimum zu erreichen.

Die 48-seitige Broschüre ist als pdf erhältlich unter http://www.skf- zentrale.de/85818.html

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund

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31.8.2017 - Raus aus dem Schatten: Wohnungsnot muss Thema im Kanzleramt werden

Kath. Bundesarbeitsgemeinschaft für Wohnungslosenhilfe stellt 10 Gebote gegen Wohnungslosigkeit vor - Pressekonferenz am 7.9.2017 mit Livestream

Berlin, 31.8.2017 - Die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (KAG W) fordert einen grundlegenden Wandel in der Politik gegen Wohnungsnot. Die KAG W hat 10 Gebote gegen Wohnungslosigkeit formuliert, um alle Politiker aufzufordern, endlich entschlossen zu handeln. Am 7.9.2017 um 11:00 Uhr stellen Ulrike Kostka (Berlin), Vorsitzende der KAG W, Andrea Hniopek (Hamburg) und Thomas Rutschmann (Freiburg) die 10 Gebote vor. Auch Betroffene kommen zu Wort. Die Pressekonferenz findet im Hofeingang der Caritas-Ambulanz für Wohnungslose am Bahnhof Zoo, Jebensstraße 3, 10623 Berlin statt. Die Veranstaltung wird live im Internet übertragen (www.caritas-berlin.de).

Die Wohnungsnot in Deutschland wird zu einem immer drängenderen Problem. Betroffen sind nicht nur Obdachlose und Wohnungslose, deren Zahl seit Jahren stetig steigt. Die Wohnungsnot ist in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Laut einer Prognos-Studie fehlen in Deutschland derzeit rund eine Million Wohnungen, allein in Berlin sind schätzungsweise mehr als 20.000 Menschen wohnungslos. Der Mangel an Wohnraum beschränkt sich aber nicht mehr nur auf die deutschen Großstädte, sondern zunehmend auch auf ländliche Regionen. „Dieselgipfel sind sicherlich wichtig. Aber hier geht es um die elementaren Grundbedürfnisse der Menschen. Die Politik gegen Wohnungslosigkeit gehört ins Kanzleramt“, erklärt Ulrike Kostka. „Bund, Länder und Kommunen müssen das Problem gemeinsam anpacken. Schließlich geht es um grundlegende Fragen der Menschenwürde. Um Lösungen aufzuzeigen, haben wir die 10 Gebote gegen Wohnungslosigkeit formuliert“, sagt Kostka, Vorsitzende der Kath. Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (KAG W) und Direktorin des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin. Neben Kostka werden Andrea Hniopek, Leiterin der Abteilung Existenzsicherung des Caritasverbandes Hamburg und Thomas Rutschmann, Referatsleiter Wohnungslosenhilfe der AGJ -Fachverband für Prävention und Rehabilitation, Freiburg, über ihre Erfahrungen aus anderen Städten und aus ländlichen Regionen berichten. „Wenn jetzt nicht entschlossen gehandelt wird, wird die Wohnungsnot den sozialen Frieden gefährden. Deshalb holen wir das Thema heraus aus dem Schatten und übertragen unsere Pressekonferenz per Livestream im Internet und in den sozialen Medien. Wir wollen das Thema so in den Mittelpunkt der Wahrnehmung rücken“, sagt Kostka.

Die KAG W setzt sich ein, die Verarmung und soziale Ausgrenzung wohnungsloser Menschen zu verhindern und ihre Integration in die Gesellschaft zu verwirklichen. Mehr als 400 katholische Einrichtungen und Dienste unterstützen in Deutschland obdachlose, wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen.

Weitere Informationen: www.kagw.de

Die 10 Gebote gegen Wohnungslosigkeit (PDF)

Presseanfragen:
Thomas Gleißner Tel: 030 666 33 1502 - 0171 287 47 63 –
E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (KAG W):
Stefan Kunz, Karlstr. 40, 79104 Freiburg

29.06.2017 - Frauen wählen eine solidarische Gesellschaft

Pressemitteilung

29.06.2017

Frauen wählen eine solidarische Gesellschaft SkF ruft dazu auf, sich engagiert für sozialen Frieden einzusetzen

Dortmund, 29.06.2017. Zum Abschluss der Delegiertenversammlung startete der SkF am Freitag eine Aktion zur Bundestagswahl 2017. Der Frauenwohlfahrtsverband wird bundesweit seine Forderungen in den Wahlkampf einbringen. Vor Ort in den 143 SkF Ortsvereinen und in Berlin wird das Gespräch mit Politiker_innen geführt, um die Positionen des SkF zu verdeutlichen. „Da die aktuelle politische Debatte geprägt ist von unheilvollen Auseinandersetzungen in entscheidenden Grundfragen unseres Zusammenlebens“, so SkF Bundesvorsitzende Dr. Anke Klaus, „rufen wir alle, besonders Frauen, dazu auf, sich engagiert für eine demokratische Gesellschaft einzusetzen, in der Solidarität und Respekt vor der Würde jedes einzelnen Menschen gewahrt bleiben.“

Weil Frauen trotz zunehmender Erwerbsarbeit weiterhin den Großteil der Pflege-, Sorge- und Hausarbeit übernehmen, fordert der SkF, die Erwerbs- und Sorgearbeit neu zu gestalten, damit Frauen und Männer in gleichem Maße ihre Lebensvorstellungen verwirklichen können. Schlechtere Bezahlung in den sogenannten „Frauenberufen“ sowie häufigere Erwerbsunterbrechungen und Teilzeitbeschäftigungen führen u. a. zu geringeren Renten für Frauen. Der SkF drängt darauf, Erwerbstätigkeit familienbewusst zu gestalten. Ferner muss Vollzeiterwerbstätigkeit zu existenzsichernden und rentenfesten Einkommen führen und die sogenannten Minijobs sollen zu sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen umgebaut werden. Der Frauenverband will auch erreichen, dass politische Rahmenbedingungen für eine bessere Bezahlung in den Erziehungs-, Sozial- und Pflege- berufen geschaffen werden und eine konsequente Tariftreue erwirkt wird.

Damit Familie und Beruf besser vereinbart werden können, will der SkF den Ausbau einer qualifizierten, wohnortnahen und flexiblen Kindertagesbetreuung vorantreiben und setzt sich für die Entwicklung einer Lebens-/Familienarbeitszeit ein. Alleinerziehende Frauen mit Kindern haben ein besonders hohes Armutsrisiko. Um dies zu mindern und die soziale Gerechtigkeit herzustellen, plädiert der SkF dafür die Regelsätze im SGB II, besonders für Kinder, bedarfsgerecht auszubauen, so dass sie dem tatsächlichen existenzsichernden Bedarf einschließlich des von der Verfassung geforderten Mindestmaßes an Teilhabe entsprechen. Aus Sicht des SkF ist die Überwindung von Gewalt gegen Frauen von zentraler Bedeutung für die gesundheitliche und sozio-ökonomische Situation von Frauen sowie für die gesellschaftliche Entwicklung insgesamt. Deshalb fordert der Verband, dass von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder endlich einen gesetzlichen Anspruch auf Schutz und Hilfe erhalten und dieser auch umgesetzt wird. Zudem sollen Strukturen, die Gewalt verharmlosen, ermöglichen oder befördern verändert werden.

Alle Positionen und Forderungen des SkF finden sich im Internet unter www.skf-zentrale.de/wirfrauenwaehlen.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund

Tel. 0231 557026-25
Fax 0231 557026-60
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13.04.2017 - Der SkF fordert Maßnahmen gegen Frauenarmut

Pressemitteilung

13.04.2017

Der SkF fordert Maßnahmen gegen Frauenarmut

Anlässlich des 5. Armuts- und Reichtumsberichtes der Bundesregierung weist der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) darauf hin, dass politische Maßnahmen das Armutsrisiko von Frauen und Kindern verringern könnten. Dortmund, 13.04.2017. Das Bundeskabinett hat am 12.04.2017 den Fünften Armuts- und Reichtumsbericht (5. ARB) „Lebenslagen in Deutschland“ beschlossen. Der Bericht analysiert Lebenslagen in Deutschland wie die Erwerbstätigkeit, die Einkommens- und Bildungssituation, die Gesundheit und das Wohnen für Menschen unterschiedlicher Lebensphasen. Der 5. ARB richtet den Blick besonders auf die gesamtwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhänge von Armut, Reichtum und Ungleichheit. Nach Einschätzung der Bundesregierung sind die massive Lohnspreizung und eine Ausweitung des Niedriglohnsektors besonders auffallend. Seit Mitte der 90iger Jahre ist der Anteil der Beschäftigten mit Niedriglöhnen kontinuierlich gestiegen.

In Bereichen, in denen vorwiegend Frauen arbeiten, in der Reinigungsbranche, in Friseur- und Kosmetiksalons und im Einzelhandel sind 80 % und mehr der Arbeitnehmer_innen von Niedriglöhnen betroffen. Mehr als zwei Drittel der geringfügig Beschäftigten sind Frauen. Der SkF hält die geringfügigen Beschäftigungen für ein großes Problem. Darin liegt aus Sicht des Frauenwohlfahrtsverbandes ein Armutsrisiko für Frauen. Der 5. ARB unterstellt, dass das geringe individuelle Erwerbseinkommen von Frauen über das Partnereinkommen kompensiert würde. Die Daten des 5. ARB belegen jedoch, dass dies oftmals nicht der Realität entspricht.

Kinder von Alleinerziehenden sind besonders betroffen. Ihre Armutsrisikoquote liegt bei 40,7 %. Neun von zehn Alleinerziehenden sind Frauen. Ihre Erwerbsmöglichkeiten sind weiterhin eingeschränkt, weil Kinderbetreuungsmöglichkeiten unzureichend sind. Zudem erhalten sie oft nicht den vollen Kindesunterhalt vom Vater. Auch der staatlich gewährte Unterhaltsvorschuss gleicht dies nicht komplett aus. Seit langem fordert der SkF, den Unterhaltsvorschuss weiter auszubauen und die Kinderbetreuung besonders für Alleinerziehende zu verbessern.

Angesichts der aktuellen Ergebnisse des 5. ARB fordert der SkF, das Lohnniveau in den sogenannten typischen Frauenberufen anzuheben und alle Beschäftigungsverhältnisse renten- und sozialversicherungspflichtig zu gestalten. „Frauen geraten oft in Beschäftigungsverhältnisse, die ihnen keine wirtschaftliche Basis ermöglichen. Die Politik ist gefordert, hier konsequent tätig werden“, betont Dr. Anke Klaus, SkF Bundesvorsitzende.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
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08.03.2017 - Frauenwahlrecht war ein guter Anfang

Pressemitteilung

08.03.2017

Frauenwahlrecht war ein guter Anfang

SkF für mehr Gleichstellung von Frauen und Männer

Dortmund, 08.03.2017. Anlässlich des heutigen Internationalen Frauentages kritisiert der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), dass die Gleichstellung von Frauen und Männern noch nicht verwirklicht ist. Der SkF ermutigt Frauen, sich selbstbewusst politisch für eine Verbesserung einzusetzen. Aus Sicht des Frauenwohlfahrtsverbandes können gerechtere Lohnbewertungen in den sogenannten Frauenberufen, bessere Betreuungsangebote für Kinder und die Abschaffung von Minijobs dazu beitragen, die aktuell 22%ige Lohnlücke zu reduzieren. Hier gilt es, sich zusammen zu schließen und gemeinsam mit Verbänden und Parteien für die Gleichstellung einzutreten. „Gleichstellung ist ein deutliches Merkmal von Demokratie, Freiheit und Menschenwürde“, so SkF Bundesgeschäftsführerin Renate Jachmann-Willmer, „auch für ihr Wahlrecht mussten Frauen lange kämpfen. Es ist erst knapp 100 Jahre her, dass Frauen in Deutschland wählen dürfen und gewählt werden können.“ Eine der ersten Frauen, die 1919 in die Nationalversammlung einzog, war die Zentrumspolitikerin und Gründerin des SkF, Agnes Neuhaus. Damals waren unter den insgesamt 423 Abgeordneten 37 Frauen. Agnes Neuhaus engagierte sich bei ihrer Wahl in die Nationalversammlung schon seit über zwei Jahrzehnten stark in der Fürsorge und gründete 1899 den Verein vom guten Hirten, aus dem der SkF entstand.

Das Frauenwahlrecht, das für uns heute so selbstverständlich ist, musste sich gegen viele Vorurteile von Männern und auch von Frauen durchsetzen. Frauen wurde etwa verminderte Intelligenz und eine „natürliche" Bestimmung für den privaten, häuslichen Bereich zugeschrieben. Aus ihrem Engagement für die Gefährdetenhilfe und die Jugendfürsorge heraus erkannte Agnes Neuhaus: „Ebenso gut wie in der Familie gehören Mann und Frau in die Politik – nein, dass ist kein Vergleich, das ist aus der Not und aus dem Leben geborene Wirklichkeit“.

Heute setzt sich der SkF mit seinen bundesweit 143 Ortsvereinen dafür ein, dass in Not geratende Frauen und Kinder bestmöglich unterstützt werden und die Gleichstellung von Frauen und Männer in der Gesellschaft Realität wird.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5
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26.01.2017 - Erfolgreiches Ringen um Unterhaltsvorschuss

Pressemitteilung

26.01.2017

Erfolgreiches Ringen um Unterhaltsvorschuss

SkF begrüßt die Einigung der Koalition und die Abstimmung zwischen Bund und Ländern zur Verbesserung des Unterhaltsvorschusses für Alleinerziehende und ihre Kinder

Dortmund/Würzburg, 26.01.2017. Bund und Länder haben sich am Montag auf die lange überfällige Reform des Unterhaltsvorschusses geeinigt. Der Bundesvorstand des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) erklärt, es zeige die Stärke unserer Demokratie, dass Politikerinnen und Politiker über Parteigrenzen hinweg und mit den Stimmen aus der Praxis das Ziel der Verbesserungen für Alleinerziehende weiter verfolgt haben.

Der Unterhaltsvorschuss ist eine notwendige Maßnahme, wirtschaftliche Notlagen von Alleinerziehenden und ihren Kindern abzumildern. Bislang erhalten Kinder von Alleinerziehenden nur maximal bis zum 12. Lebensjahr und begrenzt auf insgesamt sechs Jahre einen staatlichen Unterhaltsvorschuss, wenn der andere Elternteil seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt. Seit Langem haben der SkF und andere Frauenverbände notwendige Verbesserungen gefordert. Die Ausweitung der Dauer des Bezugsanspruches bis zum 18. Lebensjahr des Kindes wird die Bedingungen des Aufwachsens in Alleinerziehendenfamilien verbessern. Trotz der Freude über die Einigung, drängt der SkF darauf, zukünftig auch die Leistungen aus dem SGB II und das Kindergeld nicht voll anzurechnen.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
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23.11.2016 - Platzmangel in Frauenhäusern: Zufluchtsorte für gewaltbetroffene Frauen besser ausstatten

Pressemitteilung

23.11.2016

Platzmangel in Frauenhäusern: Zufluchtsorte für gewaltbetroffene Frauen besser ausstatten
SkF fordert verbindlichen Rechtsanspruch auf Schutz vor Gewalt

Dortmund, 23.11.2016. Zum internationalen Tag der Beseitigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November weist der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) darauf hin, dass immer wieder von Gewalt bedrohte Frauen nicht in Frauenhäusern aufgenommen werden können, weil die Plätze nicht ausreichen oder die Finanzierung nicht gesichert ist. Das ist aus Sicht des Frauenwohlfahrtsverbandes ein Skandal, der beseitigt werden muss. Der SkF setzt sich dafür ein, dass gewaltbetroffene Frauen in Frauenhäusern und Fachberatungsstellen verlässlich geschützt und bedarfsgerecht beraten werden.

Gewalt gegen Frauen findet täglich in Partnerschaften statt. Die schwerwiegenden gesundheitlichen und sozialen Folgen von Gewalt betreffen nicht nur die Frauen, sondern ebenso deren Kinder. Letzter Ausweg ist häufig das Frauenhaus. Hier finden Frauen mit ihren Kindern Schutz, wenn sie ihr Zuhause verlassen müssen. Dort erhalten sie Unterstützung bei der Entwicklung von Perspektiven, um weiteren Gefährdungen zu entgehen.

Seit langem ist jedoch der Zugang zum Hilfesystem nicht für alle gewaltbetroffenen Frauen und deren Kinder gesichert. Häufig ist es schwierig, einen freien Platz in einem Frauenhaus zu bekommen. Allein im Jahr 2015 konnten in den katholischen Frauenhäusern bundesweit über 6.200 Frauen zum Zeitpunkt ihrer Anfrage nicht aufgenommen werden. In etwa der Hälfte der Fälle waren die Frauenhäuser überbelegt. Aber es gab auch etliche Fälle, bei denen keine Kostenübernahme der Sozialleistungsträger vorlag. Um diese Missstände zu beseitigen, fordert der SkF einen bundesgesetzlichen Rechtsanspruch, um gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder endlich besser zu schützen.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
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Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.