23.11.2021 - Deutlich mehr Schutz für Frauen vor Gewalt erforderlich

Gemeinsame Pressemitteilung von kfd, KDFB und SkF

Katholische Frauenverbände fordern Gesamtkonzept und finanzielle Absicherung von neuer Bundesregierung

Dortmund / Düsseldorf / Köln. 23. November 2021. Beratung und Schutz von Frauen bei häuslicher und sexualisierter Gewalt muss von Gesellschaft und Politik ernster genommen und das Hilfesystem abgesichert werden. Die Istanbul-Konvention, die seit dem 01.02.2018 in Deutschland in Kraft ist, ist daher offensiv durch konkrete Maßnahmen umzusetzen. Das fordern der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am 25. November.

„Frauen haben ein Recht auf Unterstützung bei erlittenem Unrecht und Verletzung ihrer Menschenwürde. Wir fordern die neue Bundesregierung auf, die Positionierung des Runden Tischs von Bund-Ländern-Kommunen aufzugreifen und endlich einen Gesetzentwurf vorzulegen, der eine bundesgesetzliche Finanzierung des Hilfesystems regelt“, fordert Hildegard Eckert, SkF Bundesvorsitzende. Frauen müssten uneingeschränkten Zugang zu Frauenhäusern und Beratungsstellen haben, der ihnen unabhängig von Einkommen und Vermögen, Herkunft, Wohnort und Aufenthaltsstatus gewährt werden muss. „Auch darf den Betroffenen nicht länger eine finanzielle Eigenbeteiligung wie beim Aufenthalt im Frauenhaus zugemutet werden“, so Eckert.

Die Umsetzung der Istanbul-Konvention als Frauenrechtskonvention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die im politischen System stärker verankert und optimiert werden muss. Bisher getroffene Maßnahmen zum Gewaltschutz sind zudem darauf zu überprüfen, ob sie leicht für betroffene Frauen zugänglich sind. „Wir erwarten, dass die neue Bundesregierung dazu zügig ein Gesamtkonzept vorlegt und eine Koordinierungsstelle einrichtet“, betont Mechthild Heil, kfd-Bundesvorsitzende, „denn die Bereiche Prävention, Recht, Forschung, Schutz und Unterstützung müssen zusammengedacht und als politische Maßnahmen aufeinander abgestimmt entwickelt werden.“

Besonderes schutzbedürftig sind vielfach Frauen mit Migrationshintergrund. „Zugewanderten Frauen darf nicht länger zugemutet werden, in Gewaltbeziehungen bleiben zu müssen, weil das Asyl- und Aufenthaltsrecht sie nicht ausreichend schützt“, macht Sabine Slawik, KDFB-Vizepräsidentin, deutlich. „Wir fordern einen eigenständigen Schutz der Frauen bei geschlechtsspezifischer Gewalt und den Abbau rechtlicher Hürden. So muss die Bundesregierung die Vorbehalte gegen Artikel 59 der Istanbul-Konvention zurücknehmen.“

Die Istanbul-Konvention müsse ohne Einschränkung für alle Frauen gelten, die in Deutschland leben, ist die einhellige Forderung der Katholischen Frauenverbände.

Der KDFB ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit seiner Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein. www.frauenbund.de

Pressereferentin Ute Hücker
0221 – 860 92 24, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die kfd ist mit rund 450.000 Mitgliedern der größte katholische Frauenverband und eine der größten Frauenorganisationen in der Bundesrepublik. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. www.kfd-bundesverband.de

Pressesprecherin Julia Kaballo
0211 – 44992-25, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

21.10.2021: Appell: Geschlechtergerechte Verteilung der Sorgearbeit prominent im Koalitionsvertrag verankern!

Pressemitteilung des Bündnisses Sorgearbeit fair teilen

Berlin, 21.10.2021. Das zivilgesellschaftliche Bündnis Sorgearbeit fair teilen - dem der SkF Gesamtverein e.V. angehört - wendet sich zu Beginn der Koalitionsverhandlungen an die verhandelnden Parteien und fordert einen gleichstellungspolitischen Aufbruch für die faire Verteilung unbezahlter Sorgearbeit, damit Frauen über den gesamten Lebensverlauf ein existenzsicherndes Einkommen erwirtschaften können und Männer mehr Sorgearbeit übernehmen.

Hildegard Eckert, Bundesvorsitzende des Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V. (SkF) betont: „Nur wenn es gelingt, die Aufgaben der Pflege, im Haushalt und in der Kinderbetreuung gleichmäßig auf beide Geschlechter zu verteilen und sie genauso wertzuschätzen wie die Produktion von Gütern, gibt es eine echte Chance auf Ebenbürtigkeit.“

Die Bündnismitglieder fordern, die gerechte Verteilung von unbezahlter Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern als eigenständiges Ziel im Koalitionsvertrag zu benennen und konkrete Maßnahmen zur Schließung der Sorgelücke zu vereinbaren. Strukturelle Hürden, die der gleichen Verteilung von Sorge- und Hausarbeit zwischen Frauen und Männern entgegenstehen, sind abzubauen und gezielt Anreize für eine faire Verteilung zu setzen.

Konkret fordert das Bündnis eine Entgeltersatzleistung für Pflegende, zehn Tage voll bezahlte Freistellung rund um die Geburt für Väter bzw. zweite Elternteile, die Ausweitung der nicht übertragbaren Elterngeldmonate sowie die Einführung einer Individualbesteuerung.

Den vollständigen Text des Appells finden Sie hier.
Weitere Informationen sind unter https://www.sorgearbeit-fair-teilen.de zu finden.

Das Bündnis
Das im Sommer 2020 gegründete zivilgesellschaftliche Bündnis „Sorgearbeit fair teilen“ setzt sich für die geschlechtergerechte Verteilung unbezahlter Sorgearbeit im Lebensverlauf ein. Seine 13 Mitgliedsverbände haben sich zum Ziel gesetzt, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft für den Gender Care Gap und seine Auswirkungen zu sensibilisieren und sich für die Schließung der Sorgelücke einzusetzen.

Dem Bündnis gehören an:
• Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen
• Bundesforum Männer e.V.
• Business and Professional Women (BPW) Germany e.V.
• Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
• Deutscher Beamtenbund und Tarifunion – Bundesfrauenvertretung
• Deutscher Frauenrat e.V.
• Deutscher Gewerkschaftsbund
• Deutscher Hauswirtschaftsrat e. V.
• Frauenwerk der Nordkirche
• Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
• Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.
• WIR! Stiftung pflegender Angehöriger
• Zukunftsforum Familie e.V.

Pressekontakt
Juliane Rump
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Tel. +49 152 / 596 990 53

Freie Plätze bei JOHANNA - Ambulanter Bereich

JOHANNA Ambulanter Bereich hat ab sofort freie Plätze:

- ASP- Eingliederungshilfe für psychisch erkrankte Frauen (§99 SGB IX)

Für Familien und junge Frauen :

  • Sozialpädagogische Familienhilfe (§ 31 SGB VIII)
  • Hilfe für junge Volljährige (§ 41 SGB VIII)
  • Erziehungsbeistandschaft (§30 SGB VIII)

11.05.2021: SkF fordert konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention

Pressemitteilung

SkF fordert konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention

Dortmund 11.05.2021. Eine konsequentere Umsetzung der Unterzeichnung des Übereinkommens des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt mahnt der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) an. Anlass ist der 10. Jahrestag der sogenannten Istanbul-Konvention, die Deutschland am 11. Mai 2011 unterzeichnet hat.

So ist die Einführung einer bundesgesetzlichen Regelung für die Finanzierung und bedarfsgerechte Ausgestaltung von Schutzunterkünften wie Frauenhäusern zwingend erforderlich. Zudem müssen der flächendeckende Ausbau spezialisierter Beratungsstellen und die stärkere Berücksichtigung von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt bei Umgang mit Kindern sowie spezifische Unterstützungsangebote für Kinder dringend vorangetrieben werden.

„Wir brauchen mehr Tempo beim Gewaltschutz für Frauen und müssen Betroffenen häuslicher und sexualisierter Gewalt ein klares Signal geben. Die vorgesehene staatliche Koordinierungsstelle für politische Maßnahmen und eine unabhängige Berichterstattungsstelle müssen endlich eingerichtet werden“, fordert die Bundesvorsitzende des SkF, Hildegard Eckert.

Die Istanbul-Konvention sieht umfangreiche Verpflichtungen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen sowie zur Unterstützung und zum Schutz der Betroffenen vor. „Dass einzelne Staaten gerade in Zeiten zunehmender Gewalt während der Pandemie aus dem Abkommen wieder austreten und damit geschlechtersensiblen Gewaltschutz aufgeben wollen, ist aus frauenrechtlicher Perspektive alarmierend“, betont Eckert.

Die Pressemitteilung ist auf der Homepage des SkF eingestellt.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 138 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 40 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e. V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5
44135 Dortmund
Tel. 0231 557026-27 bzw. 37
Fax 0231 557026-60
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Statement - Es reicht.

Statement

Es reicht.

Zum aktuellen kirchlichen Geschehen gibt der SkF Gesamtverein folgendes Statement ab:

Das Kölner Gutachten zum Umgang mit sexuellem Missbrauch im Erzbistum belegt ein verstörendes System der Tabuisierung von Sexualität, des Missbrauchs von Macht und der gezielten Vertuschung. Nicht zuletzt zeigt sich ein erschreckendes Fehlen von Empathie und der Bereitschaft, Verantwortung für die Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Kinder und Jugendlichen zu übernehmen. Leider muss davon ausgegangen werden, dass das für andere Bistümer ebenfalls gilt.

Zehn Jahre des Ausweichens und der Ablenkung sind unerträglich. Jetzt muss endlich eine konsequente Gewaltenkontrolle, eine lebensbejahende und lebensnahe Sexualmoral, Entklerikalisierung und Geschlechtergerechtigkeit in unserer Kirche umgesetzt werden.

Entschieden wehren wir uns daher gegen das Verbot aus Rom zur Segnung homosexueller Paare. Jetzt ist es Zeit für Ungehorsam. Wir fordern alle Seelsorger eindringlich auf, niemandem den Segen zu verweigern. Es muss endlich Schluss sein mit Verletzungen. Wertschätzung muss erfahrbar werden.

Unser Geistlicher Beirat Weihbischof Puff hat sich aufgrund eines im Gutachten festgestellten Verstoßes gegen die Aufklärungspflicht von seinen Aufgaben freistellen lassen und öffentlich erklärt, dass er sich seiner moralischen Schuld stellen wird. Vor dieser Haltung haben wir Respekt.

Dortmund, 22.03.2021

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26.02.2021 - Unfair verteilt und schlecht bezahlt

Pressemitteilung

Unfair verteilt und schlecht bezahlt – SkF fordert mehr Anerkennung und mehr Geld für Care-Arbeit

Dortmund, 26.02.2021. Anlässlich des am 01. März stattfindenden Equal Care Day fordert der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) bessere Arbeitsbedingungen und Entlohnungen für Berufe in der Pflege, haushaltsnahen Dienstleistungen und Kinderbetreuung. „Es zeichnet sich ab, dass wir zukünftig wesentlich mehr Fachkräfte in der Care-Arbeit benötigen als in der Produktion. Und doch gelingt es noch immer nicht, die entsprechenden Berufe attraktiver zu gestalten“, kritisiert Hildegard Eckert, Bundesvorsitzende des SkF.

Der SkF unterstützt daher ausdrücklich das Ziel, auf das der Equal Care Day aufmerksam macht: die Aufgaben der Pflege, im Haushalt und in der Kinderbetreuung gleichmäßig auf beide Geschlechter zu verteilen. „Dies kann nur gelingen, wenn wir die gesellschaftspolitischen und arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen verbessern“, macht Eckert deutlich. Noch immer aber ist Sorgearbeit weitgehend „unsichtbar“ und erfährt nur eine geringe Wertschätzung. Zudem wird sie häufig gar nicht oder gering bezahlt. Dies zeigt sich auch in der Verteilung von Care-Arbeit: rechnerisch brauchen Männer rund vier Jahre, um die privaten, beruflichen und ehrenamtlichen Fürsorgetätigkeiten zu erbringen wie Frauen in einem Jahr.

„Ein Schritt in die richtige Richtung ist aus unserer Sicht ein Gutscheinsystem für haushaltsnahe Dienstleistungen“, so Eckert. Das trage dazu bei, die Arbeit aus dem Graubereich zu holen und bietet Frauen die Chance, sozialversicherungspflichtig beschäftigt zu werden. Gleichzeitig würde es insbesondere Alleinerziehenden und Familien ermöglichen, professionelle und bezahlbare Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Dass ein solches System positive Effekte hat, zeigen Erfahrungen aus Belgien und Baden-Württemberg.

Der SkF ist Gründungsmitglied im Bündnis „Sorgearbeit fair teilen“ des Deutschen Frauenrats und setzt sich in seiner politischen und praktischen Arbeit für die Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen ein.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 138 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 40 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

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28.01.2021 - Menschen in Armut brauchen mehr Unterstützung in der Pandemie

Gemeinsame Pressemitteilung von SkF und SKM

Menschen in Armut brauchen mehr Unterstützung in der Pandemie
SkF und SKM fordern finanzielle Hilfen und rasches Handeln von der Politik

Dortmund/Düsseldorf, 28.01.2021. SkF und SKM fordern für Bezieher_innen von Hartz IV und Altersgrundsicherung sofortige Hilfen in der Covid-19 Pandemie. Die Verbände kritisieren, dass der Staat für andere von der Pandemie betroffenen Menschen Hilfen anbiete, aber von Armut betroffene Menschen allein lasse. Dabei sei genau diese Gruppe in besonderer Weise von den Auswirkungen der Pandemie betroffen.

Konkret fordern SkF und SKM für Bezieher_innen von Hartz IV und Grundsicherung während der Dauer der Krise einen pauschalen Mehrbedarfszuschlag von 100 Euro. Nur so könne der zusätzliche Bedarf aufgefangen werden, der u. a. durch wegfallende Schulessen, geschlossene Tafeln, gestiegene Lebenshaltungskosten und insbesondere durch Aufwendungen für Desinfektionsmittel und Masken entstanden sei.

Zwingend notwendig sei auch, für Kinder und Jugendliche in Familien mit niedrigem Einkommen die notwendige Hard- und Software und alle Lernmittel, die für die Nutzung der digitalen Bildungsangebote der Schulen notwendig sind, als einmalige Leistungen der Jobcenter zur Verfügung zu stellen.

Zudem muss es ein erneutes Kündigungsmoratorium geben für alle, die aufgrund der Pandemie in Mietzahlungsschwierigkeiten geraten sind. Nur so kann verhindert werden, dass Menschen aufgrund pandemiebedingter Einkommensverluste die Wohnung verlieren. Auch das Kreditmoratorium ist zu erneuern, um zu vermeiden, dass Menschen aufgrund ihrer sozialen Situation in Existenznot geraten.

Die Corona-Pandemie mit all ihren Auswirkungen wird voraussichtlich auch in diesem Jahr das Leben der Menschen bestimmen. Gerade von Armut betroffene Menschen sind in besonderer Weise belastet, ihre Situation wird zunehmend prekär. SkF und SKM fordern die Politik daher zu raschem und entschiedenem Handeln auf.

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Die Pressemitteilung ist auf der Homepage des SkF eingestellt.

27.01.2021 - Alleinerziehende brauchen mehr Unterstützung - Betreuung in Kitas ist unbedingt sicherzustellen

Pressemitteilung

Dortmund, 27. Januar 2021. Die katholische Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerziehende (AGIA) fordert von den Verantwortlichen in der Politik, für Alleinerziehende die Inanspruchnahme von Notbetreuung in Kitas sicherzustellen. Unbedingt zu vermeiden ist die bestehende Erklärungsnot, in die Alleinerziehende immer wieder geraten.

Alleinerziehende treffen die weiterhin notwendigen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung besonders hart. Gerade bei jüngeren Kindern bringt die Schließung von Kitas und Schulen diese Gruppe oftmals an die Belastungsgrenze. Für sie ist es deutlich schwieriger als für Paarfamilien, das Leben mit Kindern in der Pandemie zu organisieren. Je länger der Lockdown dauert, desto weniger gelingt der Balanceakt zwischen Kinderbetreuung, Unterricht zu Hause und der eigenen Erwerbsarbeit. Für viele spitzt sich die Situation noch zu, wenn kranke Kinder oder Kinder mit besonderem Fürsorgebedarf versorgt werden müssen.

Alleinerziehende Mütter und Väter brauchen Perspektiven und eine verlässliche Unterstützung. So muss das beschlossene Kinderkrankengeld unbürokratisch und niedrigschwellig abgewickelt und auf die Betreuung von Kindern bis 14 Jahre ausgeweitet werden. Denn auch Kinder zwischen 12 und 14 Jahren können nicht längere Zeit unbeaufsichtigt zuhause bleiben. Die Verlängerung des Kinderkrankengelds muss zudem alle Familien im Blick haben, d. h. auch alleinerziehende Selbständige müssen Ansprüche geltend machen können.

Die katholische Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerziehende (AGIA) setzt sich neben sozialen und wirtschaftlichen Belangen für eine Veränderung des Blickwinkels und eine Wertschätzung der Lebensform „alleinerziehend“ ein.

Trägerverbände der Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerziehende (AGIA) sind: Katholischer Deutscher Frauenbund (KDFB), Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e. V. (SkF), Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Einrichtungen der Familienbildung (BAG).

Ansprechpartnerin:
Geschäftsstelle der AGIA c/o SkF Gesamtverein e. V.
Gisela Pingen-Rainer
Tel. 0231 557026-34
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Die Pressemitteilung ist auf der Homepage des SkF eingestellt.

10.06.2020 - Von Gewalt betroffene Frauen und Kinder haben ein Recht auf Hilfe und Unterstützung

Pressemitteilung

Von Gewalt betroffene Frauen und Kinder haben ein Recht auf Hilfe und Unterstützung

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) unterstützt die Initiative von Bundesministerin Dr. Giffey zum Rechtsanspruch auf Hilfe für Betroffene häuslicher Gewalt

Dortmund, 10.06.2020. Im Nachgang des 4. Runden Tisches „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ positionierte sich Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey gestern eindeutig zum rechtssicheren Ausbau des Hilfesystems im Gewaltschutz. Seit Jahren fordert der SkF die Einführung eines verbindlichen Rechtsanspruches auf Schutz und Beratung nach häuslicher Gewalt. „Es darf nicht sein, dass diese wichtige - und manchmal lebensrettende - Hilfe eine freiwillige Leistung bleibt und nicht flächendeckend in allen Regionen Deutschlands zur Verfügung steht“, erläutert Hildegard Eckert, SkF-Bundesvorsitzende. Ein Rechtsanspruch würde von Gewalt betroffenen Menschen jederzeit zusichern, dass sie von einem professionellen Hilfesystem aufgefangen und unterstützt werden. Der SkF als Träger von Frauenhäusern sowie Beratungs- und Interventionsstellen fordert daher die Bundesregierung auf, den Rechtsanspruch noch in dieser Legislaturperiode zu beschließen. „Damit würde sich für viele von Gewalt betroffene Menschen endlich eine beschämende Lücke schließen“, betont SkF-Bundesvorsitzende Eckert.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 138 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch
Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
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28.02.2020 - Erziehung und Pflege gehen alle an!

Pressemitteilung

Erziehung und Pflege gehen alle an!

Caritas und SkF verdeutlichen anlässlich des Equal Care Day am 29. Februar, dass überwiegend Frauen Erziehungs-, Sorge- und Pflegearbeit leisten

Berlin/Dortmund, 28.02.2020. „Es sind in Deutschland hauptsächlich Frauen, die sich um andere kümmern - sei es beruflich oder im privaten Umfeld. Das ist aber mitnichten eine rein private Angelegenheit, zumal es gravierende soziale und sozialpolitische Folgen hat“, so Caritas-Präsident Peter Neher. „Gleichstellung und Partnerschaftlichkeit müssen durch rechtliche Maßnahmen unterstützt werden“, bekräftigt Hildegard Eckert, Bundesvorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF).

Mit dem Equal Care Day wird am 29. Februar darauf aufmerksam gemacht, dass Frauen im Durchschnitt viermal so viel Erziehungsarbeit, Pflege von Angehörigen und Haushaltsführung leisten wie Männer. Das wiederum hat Folgen für ihre soziale Absicherung: Erwerbsunterbrechungen und familienbedingte Teilzeitbeschäftigung führen zu geringen Lebenserwerbseinkommen, begründen geringe eigenständige Renten und sind weiter ein Risikofaktor für Altersarmut.

„Viele Paare wollen eine partnerschaftlichere Aufteilung der Familienarbeit“, so Hildegard Eckert. „Steuer- und familienpolitische Strukturen stehen diesem Wunsch in vielen Fällen entgegen. Geringe Löhne in typischen Frauenberufen, von denen viele auch Care-Berufe sind, oder Regelungen wie die geringfügigen Beschäftigungen oder Ehegattenmitversicherungen, schaffen häufig Anreize, das klassische Modell der Mitverdienerehe zu wählen“. Nicht selten konzentrieren sich Frauen zu Lasten ihrer eigenständigen Existenzsicherung auf die Erziehung der Kinder und später auf die Pflege der Angehörigen.

Sorge für die Nächsten braucht Zeit. Väter und Mütter sowie Pflegende wünschen sich mehr Zeit für ihre Kinder und zu pflegenden Angehörigen. Arbeitszeitmodelle, die dies unterstützen, müssen verstärkt werden. Das ist ein Anliegen, das der Deutsche Caritasverband im Rahmen seiner Jahreskampagne 2020 #seigutMensch mit besonderem Engagement aufgreift.

Care-Arbeit ist aber nicht nur ein Thema innerhalb der Familie. Auch die berufliche Care- Arbeit ist sehr ungleich verteilt: Pflege- und Erziehungsberufe üben mehrheitlich Frauen aus. „Wir müssen die sozialen Berufe für Frauen und Männer attraktiv machen und das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das in den caritativen Verbänden groß geschrieben wird, für alle und auf allen Ebenen noch konsequenter anpacken“, so Peter Neher.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 138 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

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